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Unterricht

Seit dem Schuljahr 2012/13 führen wir unsere Schule als Neue Mittelschule. Viele Eltern wollen wissen, worin der Unterschied zu einer Hauptschule besteht.

Zunächst handelt es sich bei der Neuen Mittelschule um "eine Schule für alle“. Wie bereits in der Volksschule werden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedlicher sozialer, kultureller und sprachlicher Herkunft gemeinsam unterrichtet. So soll eine zu frühe Festlegung auf bestimmte Bildungswege vermieden werden.

Da es in den Hauptfächern eine Einteilung in Leistungsgruppen nicht mehr gibt, bedarf es neuer pädagogischer Konzepte, um allen Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Förderung zuteil werden zu lassen. Aber nicht nur das Vermitteln von Wissen sondern auch das Stärken von sozialen Kompetenzen soll durch neue Unterrichtsformen ermöglicht werden.


Zu diesen neuen Unterrichtsformen zählen an unserer Schule:


Teamteaching

In den Hauptgegenständen unterrichten Lehrer an unserer Schule mehrere Stunden im Zweier-Team. Diese Teams bestehen häufig aus einer Lehrerin und einem Lehrer unserer Schule und einer Kollegin, einem Kollegen aus unserer Partnerschule, der Zweisprachigen HAK Klagenfurt.


Lern- und Fördersequenz

Die Lern- und Fördersequenz findet im Schuljahr 2015/16 zwischen der vierten und fünften Stunde statt und dauert 25 Minuten. Diese 25 Minuten können von den Schülerinnen und Schülern bzw. von den Lehrenden nach Bedarf genutzt werden. Versäumte Inhalte von Unterrichtsstunden können nachgeholt werden, nicht erledigte Aufgaben können fertiggestellt werden, die Lehrperson kann einzelne Schüler oder die ganze Klasse in einem Gegenstand fördern, Schülerinnen und Schüler können nachfragen, wenn sie bei den Hausübungen oder Schulübungen etwas nicht verstanden haben. Natürlich können auch Hausaufgaben bearbeitet werden, jedoch sollte dies nicht im Vordergrund stehen!


Planarbeit bzw. Freiarbeit

Die Planarbeit ist eine Methode zur Unterrichtsgestaltung, bei der den Schülerinnen und Schülern die Lerninhalte, sowie die dafür vorgesehene Unterrichtszeit, vorgegeben werden. Schon bestehende Vorkenntnisse und die individuelle Fähigkeit zur selbständigen Arbeitsgestaltung bestimmen das Lerntempo des Einzelnen. Neben Arbeitsblättern und dem eingeführten Schulbuch werden den Schülerinnen und Schülern, außerdem weitere Materialien (Schautafeln, Lexika, Modelle, PC, Internet, etc.) zur Verfügung gestellt. Die Reihenfolge, in der die Arbeitsblätter bearbeitet werden, kann selbst bestimmt werden.

Zur Sicherung des Lernerfolges sollten an zentraler Stelle zur Kontrolle die Lösungsblätter bereitliegen.

Diese Methode bietet neben der Wissensvermittlung den Vorteil, dass Lernziele wie Selbständigkeit, Selbstverantwortung und Teamfähigkeit erreicht werden.

Die Planarbeiten für die jeweiligen Fächer werden in der dafür festgelegten Stunde bearbeitet. Darin liegt auch der große Unterschied zur Freiarbeit.
Bei der Freiarbeit wird der jeweilige Wochenplan zu Beginn der Schulwoche ausgeteilt. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen selbständig, in welcher Stunde sie welche Aufgaben erledigen.

„Frei" bedeutet dabei nicht, dass die Schüler tun und lassen können was sie wollen. Es bedeutet, dass sie in einem, eventuell vorgegebenen, Rahmen frei entscheiden dürfen, wie, wann, was, womit, wie lange und mit wem sie lernen.

"Arbeit": Für die Eltern, die Lehrer und auch für die Kinder ist es wichtig, dass ernsthaft gearbeitet und gelernt wird. Dazu ist es notwendig, mit den Schülern Regeln zu erarbeiten.


Lernen lernen

Damit unsere Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Lernverhalten verstehen und verbessern können, legen wir großen Wert auf „Lernen lernen“. Da der Lernprozess eines Kindes sehr individuell sein kann, wird auf Lernmethoden, Lerntypen sowie Lernumgebung eingegangen.


Soziales Lernen und Persönlichkeitsbildung

Freundlicher, verantwortungsvoller und respektvoller Umgang, Hilfsbereitschaft sowie Teamgeist können erlernt werden. Daher bieten wir jeder Schülerin, jedem Schüler die gleiche Entwicklungschance für ihre/seine eigene Persönlichkeit. Das gezielte und kontinuierliche soziale Lernen stärkt die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit den Mitmenschen.